Wenn dat mant chaut chait.pdf

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Hiers Karleineken ermahnt ihren Enkel Freich, sich noch mal hinzusetzten und im Katechismus zu lesen, die Choräle kann er auch noch nicht alle auswendig. „Freich, dass du uns morgen nicht blamierst bei der Prüfung für die Konfirmation. Pfarrer Schluckebier ist ein ganz Strenger, weißt du doch.“ „Oma, dann hör mich doch gleich noch mal ab. Du kannst die Lieder doch alle auswendig, die wollen einfach nicht in meinen Kopf. Wozu brauche ich das alles, ich will ja nicht Pastor werden. Wenn ich nach der Schule in den Wald arbeiten gehe, soll ich dann den Bäumen was vorsingen?“ Karleineken wird ärgerlich, ein gottgefälliges Leben soll der Junge mal führen, und dazu gehört, dass man die Gebote und die Choräle auswendig kann und danach lebt. „Dass du ins Holz gehst, das muss sein. Von der Landwirtschaft können wir nicht leben, das weißt du so gut wie ich. Aber zu einem anständigen Menschen gehört mehr, das habe ich dir schon so oft gesagt.“ Freich erwiderte: „Was ist das schon für ein Leben, tagsüber im Holz arbeiten und nach Feierabend in der Landwirtschaft. Und wenn ich dann so alt bin wie du, bin ich auch so krumm und kaputt, wofür das alles?“ „Papperlapapp, Freich. Heute habe ich aber wirklich keine Zeit für deine Dummheiten. Du wäschst dich jetzt, ziehst reine Wäsche an. Dann mache ich dir noch ein Brot und du setzt dich hin und lernst. Sonst kannst du was erleben.“ So ruhig geht das Leben im Dorf nicht weiter, einige Wochen später schicken die Preußen ein Strafbataillon in das Dorf. Die Wilddieberei hatte Überhand genommen. Mit den Soldaten kommt neues Leben, für Freich, seine Familie und die hübschen Bauernmädchen. Nicht nur Karleineken beobachtet die weitere Entwicklung mit Sorge und denkt so manches Mal: „Wenn dat mant chaut chait!“

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DATEIGRÖSSE 3.24 MB
ISBN 9783842340619
AUTOR Rita Spindler
DATEINAME Wenn dat mant chaut chait.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 06/06/2020

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