Luther und die deutsche Sprache.pdf

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Martin Luthers Bedeutung für die Entwicklung unserer Schriftsprache war lange umstritten - und letztlich ungeklärt. Einerseits hielt man Luthers Sprache schon um 1600 für tot, andererseits wurde er zum Sprachenschöpfer stilisiert. Beides ist falsch. Die rege sprachhistorische Forschung der letzten 50 Jahre führt zu folgenden Ergebnissen: Luther ist eingebunden in die chursächsische Schreibtradition Wittenbergs. Er ist sprachlich somit mehr in der Mitte angesiedelt als im Süden, im Oberdeutschen. Von dieser Basis aus erlangt seine Bibelübersetzung hohe Autorität und enorme Verbreitung. Sie ist geprägt durch seine neue Übersetzungsmaxime und seine Sprachmächtigkeit. Das Deutsch seiner Bibel ist wohl der wichtigste Steuerungsfaktor in der jüngeren deutschen Sprachgeschichte.

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DATEIGRÖSSE 9.22 MB
ISBN 9783503155224
AUTOR Werner Besch
DATEINAME Luther und die deutsche Sprache.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 09/03/2020

Viele Redewendungen gehen auf Martin Luther zurück Luther war ein Glücksfall für die deutsche Sprache, dieser altmodische Neuerer, fromme Rebell und aufmüpfige Gläubige, der sich selbst abwechselnd als „Doktor über alle Doktoren“ und als Luther und die Sprache - Universität Erfurt