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Im Mittelpunkt dieses Einführungsbandes steht der Begriff der Rechtsform, d.h. der abstrakten, allgemeinen Herrschaft ohne Ansehung der Person als Errungenschaft der Bürgerlichen Gesellschaft, im Gegensatz zur unmittelbaren, persönlichen Herrschaft etwa durch persönlichen Befehl. Stefan Krauth rekapituliert die tragfähigen marxistischen Kritiken der Rechtsform, insbesondere Eugen Paschukanis und seine Darstellung von Freiheit und Gleichheit als materielle Notwendigkeit der warenproduzierenden Gesellschaft. Demnach ist Recht nicht als eigentlich neutrales Werkzeug, das in der Hand der Herrschenden pervertierte, zu verstehen, sondern als Form, in der sich die Reproduktion der Produktionsbedingungen bewegt.Schließlich wird das Recht auf zwei Ebenen aus herrschaftskritischer Perspektive hinterfragt: Erstens als objektive Herrschaft abstrakter Allgemeinheit, die das Gesetz mechanisch anwendet und dabei ohne Ansehung von Hautfarbe und Geschlecht den stummen Zwang der Verhältnisse umsetzt und damit verselbstständigte gesellschaftliche Herrschaft am Leben hält, und zweitens als subjektiver Exzess der grundlosen, von keinem Kalkül gedeckten, aber dennoch in Rechtsform und als Willkür anzutreffenden Gewalt.

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DATEIGRÖSSE 9.58 MB
ISBN 9783896576682
AUTOR Stefan Krauth
DATEINAME Kritik des Rechts.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 01/03/2020

Einleitung: Kants Kritik der reinen Vernunft 2016-4-22 · 1.1 Ziel und Bedeutung der Kritik der reinen Vernunft Kants Kritik der reinen Vernunft ist das bedeutendste philoso-phische Werk deutscher Sprache. In ihr laufen philosophische Entwicklungslinien zusammen, die bis in die Antike zurückrei-chen, sie ist Ausgangs- und Bezugspunkt des …